Familienbetrieb seit 1952: Unterlagsböden aus Diepflingen
Hinter jedem Unterlagsboden aus Diepflingen steht eine Familiengeschichte, die 1952 begonnen hat und heute in der dritten Generation weitergeht. Mit diesem Beitrag starten wir unseren Blog. Bevor wir in den nächsten Wochen über Heizestrich, Trocknung und Sichtestrich schreiben, möchten wir uns kurz vorstellen: woher wir kommen, was wir bauen und wer bei uns auf der Baustelle steht.
Angefangen hat es in Pratteln
Im Jahr 1952 gründeten Heinrich Mohler und Josef Nager in Pratteln die Firma Mohler + Nager. Mit Böden hatte das zuerst wenig zu tun. In den Anfangsjahren verputzten die beiden hauptsächlich Trennwände. 1957 bauten sie zum ersten Mal Zement-Unterlagsböden ein, und dieser Schritt hat die Firma neu ausgerichtet. Der Boden unter dem Boden wurde zum eigentlichen Handwerk des Betriebs.
Drei Jahre später trennte sich Josef Nager von Heinrich Mohler. Er begann in Diepflingen im Homburgertal ein eigenes Geschäft aufzubauen. Hier im Bezirk Sissach ist der Betrieb seither zu Hause.
Drei Generationen am selben Material
1976 stieg der Sohn des Gründers ins Familiengeschäft ein. 1983 übernahm er die Geschäftsführung und hat den Betrieb danach über dreissig Jahre lang geführt. Das Handwerk ist über alle Jahre dasselbe geblieben: Mörtel, der sauber gemischt, auf die richtige Höhe gebracht und mit Geduld ausgetrocknet wird.
2021 hat Vincent Nager die Geschäftsleitung übernommen, als dritte Generation. Sein Vater gehört als ehemaliger Inhaber und Geschäftsführer weiterhin zum Team.
Was wir heute bauen
Unser Kerngeschäft ist der Unterlagsboden: die Schicht, die später Parkett, Platten, Naturstein oder einen textilen Belag trägt. Den Endbelag verlegen andere Fachleute. Wir sorgen dafür, dass der Untergrund stimmt, auf dem sie arbeiten. Dazu bauen wir Zementestrich (CT), Calciumsulfatestrich, Calciumsulfatfliessestrich (CAF) sowie Zementüberzüge und Verbundestriche, die hohe Belastungen aushalten.
Darunter liegen die Schichten, die man nach dem Einzug nie mehr sieht: Wärmedämmung, Trittschalldämmung, Dampfbremsen und Ausgleichsschüttungen vom gebundenen Splitt bis zum leichten Schaumbeton. Für den Holzbau pumpen wir gebundene Splittschüttungen direkt aus unserem eigenen Lastwagen an den Einbauort. So braucht es auf der Baustelle kein Splittlager, und nach unseren Angaben ist die Schüttung in rund 48 Stunden trocken, sofern Schichtdicke und Raumklima stimmen.
Ein anderer Teil unserer Arbeit bleibt sichtbar: der Dekorbelag, also ein Estrich, der selbst der fertige Boden ist. Versiegelt, eingefärbt, geschliffen oder im Patinaschliff. Beim Einfamilienhaus in Rothenfluh haben wir 2024 nach Plänen von NVA Architekten einen grauen Zementestrich im Patinaschliff ausgeführt. Die feine Schleifung lässt die natürliche Körnung des Materials durchscheinen, ohne laut zu wirken.
Das Team hinter dem Boden
Ein Estrich ist oft in wenigen Stunden eingebaut, aber er ist nur so gut wie die Leute, die ihn mischen, verteilen und abziehen. Bei uns arbeiten Vorarbeiter, Estrichleger und Maschinisten zusammen, dazu ein Estrichleger, der für den Lastwagen zuständig ist. Eine eigene Abteilung kümmert sich um die Oberflächenbearbeitung, also ums Schleifen und Versiegeln. Wer auf der Baustelle Fragen hat, spricht mit Leuten, die das Material täglich in den Händen haben.
Wir legen Wert darauf, dass sich das ganze Team weiterbildet. Neue Mörtel, neue Maschinen und neue Oberflächen kommen laufend auf den Markt. Für neue Lösungen haben wir ein offenes Ohr, und dabei hilft uns die Berufserfahrung aus über sechzig Jahren im Betrieb.
Unterlagsboden Diepflingen: kurze Wege im Oberbaselbiet
Von Diepflingen aus sind wir rasch in Sissach, Gelterkinden oder Liestal, und wir arbeiten im ganzen Grossraum Basel. Unsere Referenzen reichen von grossen Überbauungen bis zum Einfamilienhaus. Mehr darüber erzählen wir auf der Seite Über uns.
Kurze Wege heissen für uns vor allem eines: Wir sind da, wenn es auf der Baustelle eng wird. Ein Unterlagsboden hängt an vielen anderen Arbeiten. Die Heizung muss dicht sein, die Fenster müssen schliessen, der Meterriss muss stimmen. Wer in der Nähe sitzt, kann vorbeikommen, nachmessen und mit der Bauleitung reden, bevor der Mörtel angemischt ist.
Worüber wir hier schreiben werden
Viele Fragen, die uns Bauherrschaften und Architekten stellen, kommen jedes Jahr wieder. Wann darf man den frischen Estrich betreten? Warum muss die Bodenheizung vor dem Parkett aufgeheizt werden? Was ist ein Patinaschliff? Auf diese Fragen geben wir hier in den kommenden Monaten Antworten, jeweils passend zur Jahreszeit. Im Herbst geht es um die Heizperiode und das Austrocknen, im Winter um Frost und Bauheizung, zu Jahresbeginn um Planung und Ausschreibung.
Wir schreiben so, wie wir auch auf der Baustelle erklären: ohne Werbesprache und mit dem Hinweis, wo die Norm etwas vorgibt und wo es auf Erfahrung ankommt. Wenn Sie ein konkretes Projekt haben und wissen möchten, welcher Aufbau dazu passt, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Das erste Gespräch ist kostenlos.
Quellen
- Über uns, J. Nager AG
- Unterlagsböden, J. Nager AG
- Dämmungen und Schutzschichten, J. Nager AG
- Ausgleichsschichten für den Holzbau, J. Nager AG
- EFH Rothenfluh, J. Nager AG
- Geschichte, Wappen Diepflingen, Kanton Basel-Landschaft
